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Die letzte Ausgabe des Wirtschaftsmagazins 12/2020

Das B2B Themenmagazin erscheint jetzt als regionale Beilage der WirtschaftsWoche, weil das Wirtschaftsmagazin w.news zum 31.12.2020 von der IHK Heilbronn-Franken eingestellt wurde.

PR-BEITRAG Anzeige

PR-BEITRAG Anzeige umsatz alternativ den durchschnittlichen Monatssatz im Jahre 2019 zugrunde legen. Bei Antragsberechtigten, die nach dem 31. Oktober 2019 ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, kann als Vergleichsumsatz der Monatsumsatz im Oktober 2020 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung gewählt werden. Wurden im November trotz der Schließung Umsätze erzielt, so werden diese bis zu einer Höhe von 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet. Um eine Überförderung von mehr als 100 Prozent des Vergleichs-Umsatzes zu vermeiden, erfolgt bei darüber hinaus gehenden Umsätzen eine Anrechnung. Die Antragstellung über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe muss durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer erfolgen. Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen, sind unter besonderen Identifizierungspflichten direkt antragsberechtigt. Um die von den temporären Schließungen betroffenen Unternehmen weiter zu helfen, sind eine Dezemberhilfe und eine Erweiterung der Überbrückungshilfe in Umsetzung. www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de RÜCKWIRKENDE RECHNUNGSBERICH- TIGUNG UND VORSTEUERABZUG OHNE ORDNUNGSGEMÄSSE RECHNUNG Das Bundesfi nanzministerium (BMF) hat sich erstmals zu den Voraussetzungen einer rückwirkenden Rechnungsberichtigung geäußert. Fehlerhafte Rechnungen sind grundsätzlich zu berichtigen, sollen sie (rückwirkend) zum Vorsteuerabzug berechtigen. Eine Korrektur kann entweder durch ein Rechnungsergänzungsdokument oder auch durch einen Stornobeleg sowie eine neu erteilte Rechnung mit Wirkung für die Vergangenheit berichtigt werden. Ein Rechnungsstorno hat somit nicht zur Folge, dass der Vorsteuerabzug erst im Zeitpunkt der Neuerteilung der Rechnung vorgenommen werden kann. Voraussetzung ist allerdings, dass die neu ausgestellte Rechnung eindeutig auf die ursprüngliche Rechnung Bezug nimmt. Damit eine Rechnung mit Wirkung für die Vergangenheit berichtigungsfähig ist, muss sie Angaben zum Leistenden, Leistungsempfänger, Leistungsbeschreibung, Entgelt und gesondert ausgewiesener Umsatzsteuer enthalten. Es genügt, wenn diese Angaben zwar fehlerhaft sind, aber nicht so falsch, dass sie als fehlend gelten. Dies wird in der Praxis insbesondere bei der Leistungsbeschreibung zu Problemen führen. So soll eine Rechnung über „Produktverkäufe“ nicht für die Vergangenheit berichtigt werden können, eine Rechnung über „Beratung“ bei einem Rechtsanwalt hingegen schon. Wo die Grenze zwischen ungenau und falsch liegt, ist hier nicht klar erkennbar. Dies ist insbesondere deshalb von Bedeutung, weil der Leistungsempfänger bei Erhalt der berichtigten Rechnung entscheiden muss, ob der Vorsteuerabzug im aktuellen Voranmeldungszeitraum oder durch Berichtigung der Voranmeldung des Zeitraums des ursprünglichen Rechnungseingangs geltend zu machen ist. Sofern eine fehlerhaft erteilte Rechnung als berichtigungsfähig einzustufen ist, entfaltet jegliche Berichtigung eine Rückwirkung; es besteht insoweit kein Wahlrecht. Da es sich hierbei nicht um ein rückwirkenden Ereignisses i. S. des § 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 AO handelt geht der Vorsteuerabzug endgültig verloren, wenn bereits Festsetzungsverjährung eingetreten ist. www.revisa.de V.i.S.d.P.: Revisa GmbH & Co. KG. REVISA Neckarsulm | Heiner-Fleischmann-Str. 6 Tel. 0 71 32-958-0 | Fax 0 71 32-958-100 info@revisa.de | www.revisa.de REVISA Öhringen | Austraße 18 Tel. 0 79 41-94 88-0 | Fax 0 79 41-94 88-66 oehringen@revisa.de | www.revisa.de Stefan Schwarz, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, REVISA GmbH & Co. KG – Steuerberatungsgesellschaft. www.heilbronn.ihk.de ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 39 ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ DEZEMBER 2020

NEWSTICKER Neues aus Berlin und Brüssel Brüssel. Bagatellgrenzen, Meldepflichten, Recyclingquoten: Wie die Mitgliedstaaten der Europäischen Union die novellierte EU-Verpackungsrichtlinie umgesetzt haben und was in weiteren europäischen Ländern gilt, beschreibt der DIHK in einer neuen Veröffentlichung. Auch wenn die Mitte 2018 in Kraft getretene EU-Richtlinie zu zahlreichen gesetzlichen Anpassungen geführt hat, sind die nationalen Regelungen zum Umgang mit Verpackungen nach wie vor sehr unterschiedlich. Unternehmen, die auf dem europäischen Binnenmarkt verpackte Waren in den Verkehr bringen, müssen die Anforderungen des jeweiligen Landes beachten. So wird etwa in Dänemark eine Sonderverbrauchssteuer auf bestimmte Verpackungen erhoben, in Griechenland können sich ausländische Online- und Versandhändler nur über einen Repräsentanten registrieren lassen, in Spanien besteht eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht, sodass der Grüne Punkt obligatorisch auf die Verpackungen zu drucken ist. All diese Details hat der DIHK jetzt in der Übersicht „Umgang mit Verpackungen in Europa“ zusammengestellt. Auf 58 Seiten erfahren die Unternehmen, was in den 27 EU-Mitgliedstaaten, aber auch in Großbritannien, Norwegen, der Türkei und in der Schweiz zu beachten ist. Die Veröffentlichung gibt es auf der Homepage des DIHK. weik.eva@dihk.de Berlin. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie belasten zunehmend die Bilanzen der deutschen Betriebe. Das zeigt eine Sonderauswertung der aktuellen DIHK-Corona-Blitzumfrage unter mehr als 13.000 Unternehmen. Demnach beklagen rund 40 Prozent der Betriebe einen Rückgang ihres Eigenkapitals. Rund 27 Prozent der Unternehmen kämpfen trotz vielfältiger staatlicher Hilfen mit Liquiditätsproblemen. 10 Prozent verzeichnen zunehmende Forderungsausfälle. Diese Entwicklung trifft etwa Industrieunternehmen besonders hart, weil sie ihre kostenintensiven Produkte und Hochtechnologieinvestitionen häufig vorfinanzieren müssen. Engen sich in der aktuellen Situation die Spielräume für Vorfinanzierungen zu sehr ein, droht die Gefahr, dass Unternehmen sogar trotz vorhandener Nachfrage nach ihren Produkten ums Überleben kämpfen müssen. Darüber hinaus beschränken zunehmende Finanzierungssorgen die Möglichkeiten der Betriebe für Investitionen in den Aufschwung. Über alle Branchen hinweg sieht sich derzeit jeder elfte der Befragten von einer Insolvenz bedroht. Mehr als 80 Prozent davon sind kleine Unternehmen mit weniger als 20 Mitarbeitern. Fast jeder zweite Betrieb, der eine Insolvenz befürchtet, gibt an, den Geschäftsbetrieb nur noch maximal drei Monate lang aufrechterhalten zu können. Im Großhandel sind es sogar 55 Prozent, im Einzelhandel 50 Prozent und im stark betroffenen Gastgewerbe 56 Prozent. jekat.christian@dihk.de KI-Praxisleitfaden für den Mittelstand Berlin. „Künstliche Intelligenz für den Mittelstand – ein Praxisleitfaden“ lautet der Titel einer kostenfrei erhältlichen Broschüre für kleine und mittlere Unternehmen. Darin werden Chancen und Risiken von künstlicher Intelligenz (KI) beschrieben sowie Erfolgsgeschichten aus der Praxis vorgestellt. Den Lesern soll es ermöglicht werden, konkrete Anwendungsmöglichkeiten im eigenen Unternehmen zu identifizieren und mit entsprechenden Tools die Digitalisierungsbereitschaft im Unternehmen realistisch einschätzen zu können. Das Heft kann im Internet auf der Seite www.mittelstand-digital. de heruntergeladen werden. Das Netzwerk „Mittelstand Digital“ wird vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert und bietet weitere kostenfreie Hilfen an. kunze.thilo@dihk.de DEZEMBER 2020 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- 40 ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- www.heilbronn.ihk.de

w.news Wirtschaftsmagazin

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Monatlich erscheint das von der IHK Heilbronn-Franken herausgegebene und von uns verlegte Wirtschaftsmagazin w.news, das unser Advertorial B4B Themenmagazin (bis 12.2015 Verlagsjournal wirtschaftinform.de) zu unterschiedlichen Schwerpunktthemen enthält. Das Wirtschaftsmagazin w.news wird hier gleichzeitig als Online-Magazin publiziert.